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Westweg – Wanderung 2018 Teil 6: Die 3. Etappe: Von Forbach nach Unterstmatt

27 Mai

Heute stand eine kürzere Etappe auf dem Plan. Aber dafür eine, die es schon in sich hat. Mehr als 1000 Höhenmeter aufwärts und fast 500 m abwärts bei 19,8 km Streckenlänge.
Dafür werden wir aber auch die höchsten Regionen im Nordschwarzwald begehen dürfen. Mit etwas Glück sollte ein toller Ausblick in die Rheinebene und auch zu den umliegenden Gipfel möglich sein.

Der Aufstieg von Forbach beginnt schon im Ort: 2  km geht es ununterbrochen nach oben. Begleitet von der Frauentruppe aus dem Kinzigtal schaffen wir den ersten Kilometer spielend. Dann wird jeder Schritt für mich schwerer. Also ganz getreu der Schnecke… das Ankommen zählt, egal wie langsam man ist. Oben an der Wegscheidhütte angekommen haben wir die Kinzigtalmädels wieder getroffen. Die haben gerade an der Sitzgruppe vor der Hütte eine Trinkpause eingelegt, was wir dann auch gemacht haben.

Susanne und Erich an der Wegscheidhütte

 

In der Hütte gab es auch einen Schlafboden, der, wie wir später erfahren hatten, in der Nacht auch belegt war.

Von hier an folgte ein flacher Abstieg bis hinunter zum größten See im Nordschwarzwald, der Schwarzenbach-Talsperre. Neben der Trinkwasservorhaltung dient das Wasserreservoir als Energiespeicher für das Pumpspeicherkraftwerk Forbach. Es dauerte dann auch nicht mehr sehr lange, bis wir erneut eine steilere Passage meistern mussten um auf unseren ersten „Tausender“ zu gelangen. Gut versteckt lag links vom Aufstieg der Herrenwieser See, den man später auch noch vom Aussichtspunkt „Zwei Seenblick“ entdecken konnte. Auf einem steilen, felsige Pfad erreichten wir dann den Seekopf.

Auf dem Hochplateau angekommen begann es wieder mit dem Nieselregen. Also wieder die Regenjacke an und weiter. Schon von weitem konnten wir auf der Badener Höhe (1.002 m) den  Friedrichsturm sehen, den Erich dann auch bestieg (ich verzichtete heute, da die Fernsicht wieder stark eingeschränkt war).

Der Friedrichsturm auf der Badener Höhe.

Auf der Badener Höhe am Turm trafen wir wieder die Kinzigtal-Mädelstruppe, der wir noch einige Details unserer Reise unterbreiten mussten (Mann, waren die so Neugierig 😉 )

Nach nur ca. 2 km lud uns eine Tafel am Wegesrand zum Besuch des Naturfreundehauses ein. Diese Hütte hätten wir glatt übersehen, lag sie doch steil über unserem Weg zu unserer Rechten. Zum Glück waren in BaWü Pfingstferien und die Hütte somit auch während der Woche geöffnet.

Naturfreundehaus „Badener Höhe“

Nach der kurzen Rast ging es weiter, vorbei am Kurhaus Sand, welches nur noch als „Lost Place“, also „verlassener Ort“ bezeichnet werden kann. Es ist schon schade, wie sehr diese ehemaligen Punkhotels im Wandel der Zeit zerfallen.

Das ehemalige Kurhaus Sand

Vorbei an der Schwarzwaldhochstraße gelangten wir dann zum Hundseck.

Hier am Hundseck kann Ski gefahren werden.

 

Ein Gipfel lag noch vor uns. Den Hochkopf ist der erste der Grindengipfel am Westweg. Grinden sind fast baumfreie Feuchtheiden auf den abgeflachten Buntsandstein-Höhenrücken des Nordschwarzwaldes. Hier hat man eine einzigartige Natur vor Augen.

Feuchte Heidelandschaft auf dem Hochkopf

Vom Hochkopf kann man schon gut die Hornisgrinde erblicken, ein Zwischenziel unserer morgigen Etappe.

 

Die Wolken zogen sich jetzt aber gefährlich schnell zusammen und Donnergrollen kündigten ein Gewitter an. Also nix wie runter vom Berg.
Schnellen Schrittes zogen wir ab und erreichten am Ende des Abstieges noch trocken unsere Nachtunterkunft, das Gasthaus „Hochkopp-Stubb“.

Die heutige Etappe war nicht ganz so lange, was letztendlich etwas mehr Zeit zum Erholen bedeutete. Ich kann es gebrauchen.
Morgen geht es von Unterstmatt bis Alexanderschanze (28 km, 8,5h Wanderzeit). Gute Nacht!

 
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Verfasst von - 27. Mai 2018 in Wandern

 

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