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16 Bundesländer an einem Tag (Challenge Cache GC…..)

09 Aug

von Gabunz

Ich liebe Herausforderungen und die damit verbundenen Grenzerfahrungen.

Und genau deshalb stand die Geocaching-Challange „16 Bundesländer an einem Tag“ irgendwann auf meiner To-Do-Liste. Ein total verrücktes Unterfangen, denn wie der Titel es vermuten lässt, ist das schon eine harte Prüfung: Es gilt, innerhalb eines Kalendertages jedes deutsche Bundesland zu bereisen und dort jeweils mindestens einen Geocache zu finden und zu loggen.

Also hab ich mir erst einmal die geeignetste Routenführung angeschaut, um in kürzester Zeit alle Bundesländer wenigstens zu streifen. Dabei wurden die Caches im Vorfeld so ausgewählt, dass sie schnell und gut von der jeweiligen Fahrtroute aus zu erreichen und in der Schwierigkeit nicht allzu hoch bewertet waren.

Gestartet sind wir am Freitag, 10. Mai 2013 um 18:30 Uhr in Eppelborn. Die drei Abenteurer für die Challenge waren Ranger 80, Xfire81 und ich (Gabunz). Wir wollten erst mal Richtung Norden durch den Pott, um noch in NRW an der Grenze zu Niedersachsen um 0:00 Uhr zu starten.

Ich steuerte unser Cachemobil als erster, obwohl ich an dem Tag schon seit 5 Uhr auf war und einen normalen (oder auch nicht) Arbeitstag hinter mir hatte.

Bild1Xfire 81, Gabunz und Ranger 80

Vor der eigentlichen Challenge besuchten wir in Gütersloh den Challenge-Cache „BRD: die 16 Bundesländer“, bei dem die Aufgabe gleich war, nur die Zeitvorgabe „an einem Tag“ fehlte. Hier musste Ranger 80 zum ersten Mal seine Sportlichkeit beweisen und einen Baum rauf.

Bild2Ranger 80 im Baum

Punktum zur Geisterstunde waren wir in einem Industriegebiet in Lotte – Nordrhein-Westfalen, direkt an der Grenze zu Niedersachsen. Dort hatten wir auch gleich den auwändigsten und schönsten Cache vorgefunden. In einer großen Streusalzbox hat der Owner von „Der Landstreicher“ eine schöne Modelllandschaft mit Gleisverkehr versehen. Mit der mitgebrachten 9V Blockbatterie konnten wir dem ganzen auch Leben einhauchen. Wirklich großes Kino, was da geboten wurde, ein verdienter Favoritenpunkt.

Bild3“Der Landstreicher“

Das Loggen haben wir mittels vorbereiteten Logaufkleber gemacht. Dort waren unsere Cachernamen und auch das Datum aufgedruckt. Also nur kurz das Logbuch aufgeschlagen, Aufkleber rein und noch ein kurzer Kommentar dazu – und auf zum nächsten Bundesland.

Um 0:30 Uhr mache unser Triebwerk in Niedersachsen Pause. Ein großer Parkplatz einer Fastfood-Kette mit einem großen Doppelbogen diente als Abstellfläche für unser Cachemobil. 100 m Fußweg und ein kleiner „Pit-Stop“ – machten den 2. Länderpunkt perfekt.

Jetzt war die Müdigkeit bei mir so groß, dass ich das Lenkrad abgeben musste. Xfire81 übernahm. Dieser hatte die Woche über Nachtschicht und war daher die Bestbesetzung für die nächsten Stunden. Weiter ging es…

..nach Bremen. Von einem Wohngebiet führte ein Fußweg in eine parkähnliche Landschaft. Dieser zum Vatertag ausgelegte Cache war schwer zu finden und hat auch mit die meiste Zeit von allen Caches verbraucht.

Dann nach Hamburg. Der Cache dort hieß „Verkehrsbhinderung die 2.“ und hat als Drive-In verdächtig viele Favoritenpunkte. Was zuerst auf stockenden Fluss  von Blechlawinen vermuten ließ, entpuppte sich jedoch als anderes Hindernis des Nah-Verkehrs. Ein genial versteckter Filmdosen-Mikro der schon ein wenig Zeit kostete. Wie kann man nur so blind sein? Aber der Titel passt irgendwie zu unserer Aufgabe. Geloggt um 3:00 Uhr.

Bild4Gabunz bei der „Verkehrsbehinderung die 2.“

Weiter gings dann nach Osten. Nur eine halbe Stunde später in Schleswig-Holstein:  Raus aus dem Auto und sehr zügig endete das Suchen in einem kleinen Waldstück an der Landstraße. Ein in den Boden eingelassenes Rohr beherbergte den Cache „Verbogen“. Null Problemo diesmal und ab wieder ins Vehicle.

Ausfahrt Zarretin in Meck-Pomm. war Ziel des gleichnamigen TB-Hotels. Wieder mussten wir etwas mehr als 100 Meter in ein Waldstück wandern. Dann rechts ins Unterholz und Suchen. Die Augen von Xfire und Ranger 80 klebten am Boden, während ich etwas großräumiger suchte und auch fündig wurde. Ein mit Baumrinde getarnter Briefkasten ließ keine Zweifel dass wir an den richtigen Koordinaten waren. 4:00 Uhr: Logbuch auf, Zettel rein und Tür zum Hotel zu, weiter gings.

Im Radio kam die Nachricht, dass sich auf unserer Strecke auf der Autobahn Tiere befinden. 15 Minuten später „Wummmms“ sind wir genau über ein Tier gefahren. Dem Haarbüschel nach, welches ich später unter dem Auto fand, war es wohl ein kleines Wildschwein, was wir überrollt hatten.  Jedenfalls hat uns bei jedem weiteren Stopp ein gemischter Geruch von typisch Wild und unfertig verdautem Gras und Büschen an den Vorfall erinnert.

Bild5Unfreiwillige Begegnung mit einem Frischling

Richtung Berlin mussten wir zuerst noch durch Brandenburg. Der erste Cache, den wir angefahren hatten war unauffindbar. Weil wir nicht zuviel Zeit mit Suchen vergeuden wollten, sind wir dann schnell weitergezogen und konnten um 5:23 Uhr „Ich versteh‘ nur noch Bahnhof“ loggen. Gegenüber der Seitenstrasse wo der Cache versteckt war gabs auch ein Benzinfachgeschäft, was uns über einen drohenden Engpass von Dieselkraftstoff hinweghelfen konnte. 65 Liter eingefüllt und wir konnten unsere Reise fortsetzen.

Den Berliner Ring, so nennt man auch die A10, die rund um die Hauptstadt führt, verließen wir um 6:25 Uhr, um innerhalb der Stadtgrenze in Spandau an einer Metallplastik  der Aktionsgemeinschaft Spandauer Künstler einen magnetischen Cache  zu Finden.  Leider hatte das Fastfoodrestaurant in der Nähe noch nicht auf – so mussten wir noch etwas warten, bis wir frisch aufgebrühten Kaffeebohnenextrakt genießen durften.

Dann wieder auf den Ring und ab zum nächsten Challenge-Cache  „Die halbe Republik“ in der Nähe von Potsdam. Hier mussten 7 Caches in 7 verschiedenen Bundesländern (eigenes zählt nicht mit) an einem Tag gefunden und geloggt werden. Die Aufgabe hatten wir erfüllt und somit war der Log Aufgabenkonform um 7:15 Uhr erledigt.

Nun ging es auf zum wichtigsten Cache der ganzen Reise. Der physikalische Standort von „16 Bundesländer an einem Tag“ in der Nähe von Magdeburg in Sachsen-Anhalt. Auch dieser Cache liegt Autobahnnah und war schnell zu erreichen. Allerdings sind hier gewisse Kletterfähigkeiten gefragt. Ranger 80 opferte sich und sprang zuerst mal über den Bewässerungsgraben und rauf ging es auf einen Baum. Hier ist es von Vorteil, wenn man etwas Hilfestellung gibt. Wer sehr sportlich ist, braucht dies nicht unbedingt. Logzeit: 8.20 Uhr.

Im Örtchen Wolomirstett nur 1 km weiter machten wir sicherheitshalber noch einen 2. Cache, um die Vorgaben der Challenge mehr als zu erfüllen. Anschließend gab’s Frühstück: Wiener im Weck mit Senf, Rohesser und Gummibärchen. Ich hatte noch Croissants mitgebracht und alle waren glücklich. 20 Minuten später ging es dann weiter.

In Sachsen wurden wir um 10.26 Uhr von Stechmücken am „TB Hotel A9 Abfahrt Schkeuditz“ attackiert. So geschunden ging es nach Thüringen. Bei „Wieder mit ohne Jörg“ um 11.02 Uhr eine schnelle Dosen hinter einer Werbetafel geloggt und dann ab nach Bayern zur „Taubachsmühle“ (12.57 Uhr).

Vorsicht! Auf dem Weg dorthin sind wir in Thüringen durch mehrere Tunnel gefahren (bei Zella Mehlis) – Die sind alle mit Blitzern ausgestattet! Uns hat es auch erwischt, aber da in wenigen Tagen die Verjährung eintritt und ich noch nix erhalten habe, werden wir gewiss ohne Bußgeld davonkommen.

„Viel Moos auf der Bank“ – Da könnte man meinen wir wären um 14.05 Uhr schon in Hessens Bankenmetropole Frankfurt. Aber weit gefehlt, Baden-Württemberg war jetzt unsere Station. Kurz verschnauft und ausgeruht lagen nur noch 3 weitere Bundesländer auf unserem Weg.

Es folgten „TB Motel A3 Seligenstadt“ in Hessen (15.12 Uhr), „Mitfahrerparkplatz Biebelnheim“ in Rhld.Pfalz um 16:40 Uhr und zum krönenden Abschluss der wirklich sehr schönen „EIRE: Roundtower“ um 17.31 Uhr im heimischen Saarland.

Bild7

17 Stunden und 31 Minuten hatten wir für die Challenge gebraucht (ab 0.00 Uhr, 1433 km). Die Gesamtstrecke vom zu Hause wieder bis Heim – 1924,7 km.

Erinnerungsfoto gemacht und  total müde und geschafft wurden die Mitfahrer nach Hause kutschiert.

Bild6Die geschaffte Truppe wieder zu Hause

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Verfasst von - 9. August 2013 in Geocaching

 

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